Solarenergie für Westafrika – Projekt mit ADA, Entri Consulting und SunnyBAG

Könnt ihr euch vorstellen, dass einmal Handyladen 25 Cent kostet? Oder für einmal Handyladen 5 Stunden zur nächsten Stromstation zu gehen?

Strom ist in Westafrika, wenn zugänglich, extrem teuer. Sogar Krankenhäuser haben keinen oder zu wenig Strom, um Medizin und Impfstoffe ordnungsgemäß zu kühlen:

Krankenhaus in Westafrika  

 

Extrem schlechte Stromversorgung in Westafrika

Laut der Weltbank[1] leben rund 1,2 Milliarden Menschen weltweit ohne Stromversorgung – die meisten davon in Afrika und Indien. In den ländlichen Regionen Ghanas und Burkina Fasos etwa leben die meisten Menschen entweder ohne jeglichen Zugang zu Strom, oder mit mehreren Stromausfällen täglich.

Ein paar Einwohner nutzen diesen Mangel und betreiben bereits ein Mikrogeschäft: Auf dem unteren Bild ist die Solaranlage eines Afrikaners zu sehen, mit der Strom für einen Kühlschrank, TV-Gerät und endlos viele Stromverteiler generiert wird, mit denen Handys geladen werden. Für jede Handyladung verlangt er 25 Cent. Dabei werden Handys immer wichtiger, z.B. kann vieles nur über das Handy bezahlt werden.

  

Studie: Portable Solarsysteme in Westafrika

Wir wurden auf die Probleme der Energieversorgung in Westafrika aufmerksam und haben uns dem Projekt „Solarsysteme für Mikrogeschäfte“ angeschlossen. Kleine, portable Solarpaneele, die leistbar sind, gibt es in der Region bislang noch nicht. Wir sehen das als Chance, den Menschen vor Ort das Leben zu erleichtern und Ihnen den Aufbau eines Mikrobusinesses zu ermöglichen.

Entri Consulting (Dr. Klaus Tritscher), die ADA (Austrian Development Agency) sowie SunnyBAG führen im Zuge dessen eine Machbarkeitsstudie in Ghana und Burkina Faso durch. Anfang März 2015 ging es für Dr. Tritscher und SunnyBAG CEO Stefan Ponsold nach Westafrika. In äußerst entlegenen Dörfern wurde das Klein-Solarsystem an die Einwohner ausgegeben. In den nächsten Wochen werden insgesamt 150 Paneele kostenfrei verteilt, um Feedback und Verbesserungsvorschläge für das System zu erhalten.

Frank Adabre, Guru des Solarenergie in Westafrika und Geschäftsführer von NorthLite Solar, installiert in der Region bereits seit 2007 größere Solarsysteme. Er ist unser Partner vor Ort, der die Test-Paneele verteilt und das Feedback einholt. Nach dem Studienende im Juni soll ein Großprojekt folgen.

 

Das Mikrogeschäft mit Solarenergie

Die Idee: Portable Solarsysteme als Grundstein für ein eigenes Geschäft.

Ein portables Solarsystem für umgerechnet 25 Euro ist mit jeweils 2 Handyladungen pro Tag innerhalb von 50 Tagen abbezahlt. Danach verdient der Geschäftsmann/die Geschäftsfrau mit jeder Ladung, die er an weitere BürgerInnen verkauft.

Wir freuen uns auf die weiteren Schritte – wir halten euch natürlich am Laufenden ;)

[1] http://documents.worldbank.org/curated/en/2013/01/17747254/global-tracking-framework-vol-1-3-exekutive-zusammenfassung

 


Katharina Leitner
Katharina Leitner

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